Blick aus meinem Fenster
Eine Stunde Fahrt.

Es ist erstaunlich,

was mich erinnert –

an dich.

An unsere gemeinsame Zeit.

 

Das Warten auf den Bus.

(an dem ich dich im Winter wärme)

Das Sitzen im Bus.

(mit dir Hand in Hand)

Das Lesen meines Buches.

(damit du mich ungestraft ansehen kannst)

Das Beobachten des einen oder anderen Menschen.

(den wir oft als benachteiligt betrachten)

Die beschlagenen Fensterscheiben.

(an die du Herzen malst – in einem Schwung)

Das sanfte Vibrieren unter mir.

(welches meine Wangen manchmal zappeln lässt)

 

Das Laufen zur U-Bahn.

(bei jedem Treffen an der Uhr nahmst du diesen Weg)

Das Rennen nach der U-Bahn.

(weil sie schon immer startbereit steht)

Und hinauf zur Straßenbahn.

(mitten in der Nacht war es dann die M5)

In der ich schon oft die erste Nachricht wieder von dir erhielt.

 

... zankapfel ...

5.9.08 14:45


Zwei Kirschen -

... so verschieden;

doch im Geschmack

ganz gleich -

ungetrennt,

vereint. 

 

Liebe heißt:

aufeinander zugehen,

so weit wie möglich,

einander Raum geben,

so weit wie nötig.

Und Tag für Tag miteinander wachsen,

denn nur wenn wir zusammen wachsen,

können wir auch zusammenwachsen.

Jochen Mariss

 

 

Denn die Liebe ist es,

die meine Seele heilt

und unsere Seelen vereint. 

Zusammenwachsen.

Zusammenwachsend.

Stetig.

Ewig.

Erst dann:

Zusammengewachsen. 

In schönster Eintracht -

von Liebe geprägt. 

... zankapfel ... 

 

9.9.08 21:10


Ich möchte mit euch...

... meinen Traum der letzten Nacht teilen.

 

Es war Dämmerung,

der Nebel ließ den nächtlich dunklen Zustand erwachen.

Das ängstliche Bild einer verlorenen Liebe:

Die Protagonistin in Tränen verhüllt,

die Trauer um das Gedächtnis ihrer Liebsten;

einer blonden Schönheit,

die ihre Erinnerung durch einen Unfall verlor.

 

Es ist kaum vorstellbar,

doch ich träumte, dass sie mich vergessen hatte.

Acht lange Wochen kannte sie meinen Namen nicht.

Ich verbrachte Tag für Tag bei ihr am Bett,

in der Hoffnung, sie könne sich erinnern.

 

Wie erschrocken sie war,

durch meinen Kuss bei unserem Wiedersehen –

nach dem Unfall.

Sie erkannte mich nicht mehr.

Liebte mich nicht mehr.

 

Und acht Wochen lang wiegte ich mich in Geduld.

Bis sie mir sagte:

Ich liebe dich.

 

Und das Eigensinnige daran war,

dass sie sich nicht erinnern konnte,

wer ich war und was uns verband,

sondern dass sie sich wieder in mich verliebte.

Wieder aufs Neue –

Mit all den Schmetterlingen und Zurückhaltungen;

Ohne zu wissen, was der Alltag mit diesem Menschen bringt;

Oder in unserem Falle: brachte.

 

Als sie dazu einige Wochen später

ihr Gedächtnis wieder erlangte,

paarten sich das Vertrauen und die Liebe der Vergangenheit –

mit der Hingabe unserer Gegenwart.

 

Und so entstand in meinem Traum der Zustand,

der in meiner Realität schon herangereift ist;

der mir von Tag zu Tag zu Teil wird

und uns unaufhörlich wachsen lässt.

 

Ein schweißtreibender Traum.

So fernab von der Realität und doch näher als vermutet,

denn das größte Gut des Menschen ist seine Hoffnung,

die große Liebe und den besten Freund in einem zu bergen.

 

... zankapfel ... 

(Ich hätte acht Wochen, aber auch acht Jahre auf dich gewartet.)


10.9.08 13:05


Eine Nacht - ganz ohne Sorgen...

Stress,

Bedrückung,

Ratlosigkeit,

Zurückhaltung,

Enge

und

Langeweile.

 

Eine Nacht –

 

So vergleichbar mit unserem Leben.

Zweisam –

stets nur Hand in Hand.

Arm an Arm.

Schulter an Schulter.

Mund auf Mund.

Und die Blicke zueinander.

Sportlich –

Gefahren auf Berlins 16-Pedalen-Fahrrad.

Acht Sitze, ein Lenkrad und sechs tretende Beine.

Du. Ich. Der Steuermann.

Vom Neptunbrunnen hinunter zur Volksbühne.

 

Gelaufen durch Kultur und Präsenz.

Lachende Menschen im Freiluft-Theater.

Eine Rast beim Kaffee –

zusammen mit Schokolade, Kokos und Himbeer-Vanille.

Eine zweite Rast in einer gemütlichen Bar –

Eine Bar, die uns einst im Regen schon Zuflucht gewährte.

 

Die Liebe macht reif.

25846 Mal neu verliebt –

Und trotzdem die eine Liebe empfunden –

an dem Tag, der den achten,

gemeinsamen Monat mit uns begann.

 

So wird das Leben von nun an spielen.

Das Spiel unseres Stuttgarter-Lebens.

 

Wir verabschieden Berlin und seine schönsten Facetten,

um bei jedem Besuch seinen Reichtum mehr zu würdigen.

 

... zankapfel ...


15.9.08 10:40


Fundstück der Wahrheit.

Die Liebe ist langmütig und freundlich,

die Liebe eifert nicht,

die Liebe treibt nicht Mutwillen,

sie bläht sich nicht auf;

sie verhält sich nicht ungehörig,

sie sucht nicht das Ihre,

sie lässt sich nicht erbittern,

sie rechnet das Böse nicht zu;

sie freut sich nicht über Ungerechtigkeit,

sie freut sich aber an der Wahrheit;

sie erträgt alles,

sie glaubt alles,

sie hofft alles,

sie duldet alles.

 

Die Liebe hört niemals auf.

Korinther 13,4-8a

 

16.9.08 15:46


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