Blick aus meinem Fenster
Linguistik der Gefühle

Eigenartig.

Ich fühle so viel.

Für dich.

Für sie.

Finde aber keine Worte.

Stumm starre ich auf den Bildschirm und jede Komposition erscheint mir tückisch.

Zu viel Wahrheit.

Zu viel Schmerz.

Schmerz, den ich nicht einmal empfinde, 

sondern empfinden will.

Nein, was sag ich!

Angst davor, ihn zu empfinden.

Ich muss an Semantik denken, 

an Phonologie, Phonetik, Morphologie.

Ich muss Sätze analysieren - aussaugen.

Bis aufs Kleinste.

Stattdessen weiß ich nicht einmal, wie ich meine eigene Worte aneinander reihen soll.

Syntagmatik.

Welches Zeichen kann welchem folgen?

Meine Zeichen ergeben keinen Sinn.

Paradigmatik.

Welches Zeichen kann welches ersetzen?

Ersetzen.

Traurig.

Wir können alles ersetzen.

Nur manchmal ergibt es keinen Sinn.

Und wir fragen, warum.

 

... zankapfel ...

4.2.09 10:59


Replique

Unverständnis.

Nein.

Tiefer Schmerz darüber,

wie sehr man Worte an sich ranlassen kann.

Wie sehr man sie gegen sich deutet.

Eine zeitlang lief es genau anders herum.

 

Nun dann.

Verlasse ich mich auf die Worte eines anderen.

Und deute sie zu meinen Gunsten.

Reue jedoch, die von mir gefordert wird, 

kann ich nicht in mir entdecken.

 

... zankapfel ...

10.2.09 20:33


Sehr...

... eigenartig.

Du beeindruckst mich immer wieder.

Immer wieder.

Wieder.

Und wieder.

Aber das gehört dazu.

Richtig?

16.2.09 12:04


Kein Kinderspiel

Es ist ein seltsames Spiel - mit gezinkten Karten.

Ich weiß, du würdest gewinnen, sobald du das Ass aus dem Ärmel ziehst.

Es spielen drei, doch nur zwei zeigen ihr Gesicht.

Wir wissen beide, wer der dritte Spieler ist.

Ich riskierte ein unehrliches Spiel und gewann den Stich.

Nicht nur einmal.

Ich wusste - zöge sie eine drei, wäre ich die vier.

Ich ahnte - trüge sie die Herzdame in der Hand, säße sie mir gegenüber.

Mit dem Wissen, es zu sein.

Doch nach all dem Kinderspiel - mit seinen naiven Turbulenzen - weiß ich, dass wir beide gewinnen können.

Mühelos.

Leg die letzte Karte auf den Tisch:

Das Ass.

... zankapfel ...

23.2.09 19:29


Vor wenigen Minuten wurde ich enttäuscht wie noch nie: Es ist vorbei. Vielleicht weißt du es noch nicht. Aber du wirst es erfahren. Wie kannst du mir das antun, so hinter meinem Rücken. Wie kannst du mich so verletzen? ... Wie kannst du in mir dieses schreckliche Gefühl wecken, immer an zweiter Stelle zu stehen? Jetzt weiß ich an wen, an welchen schrecklichen Charakterzug dieser Person - du mich erinnerst. Es ist vorbei. Denn jetzt weiß ich, dass es nur noch ein Spiel ist. Ein letztes Mal - Gute Nacht.

24.2.09 00:18


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